
Die Jahre nach dem Ersten Weltkrieg waren ein fruchtbarer Boden für die aufblühenden Vereine. Die Menschen suchten Zerstreuung und Abwechslung vom harten Alltag. Der 1. FC Nürnberg wurde der erste Deutsche Meister nach dem Krieg, und auch eine deutsche Nationalmannschaft spielte, die allerdings ihr erstes Spiel gegen die Schweiz mit 1:4 verlor.
Nachdem in Langenholthausen und Hövel bereits Sportvereine gegründet worden waren und sich auch in Mellen, Balve und Garbeck allmählich junge Leute zusammenfanden, um ebenfalls in Vereinen Sport zu treiben, wollten auch einige sportbegeisterte junge Männer in Beckum nicht länger zurückstehen. Sie gingen daran, für die Gründung eines Fußballvereins zu werben. Am 17. Juni, dem Pfingstmontag des Jahres 1920, hatten sich genügend Interessenten gefunden, die den Spiel- und Sportverein Beckum aus der Taufe hoben. Es waren junge Männer zumeist der Geburtsjahrgänge um 1900, die sich zur Gründungsversammlung in der Gaststätte „Oberste" getroffen hatten. Dieses Gasthaus war dann für viele Jahrzehnte auch das Vereinslokal. Aber nicht nur die Möglichkeit zum Fußballspielen sollte der neue Verein geben, auch Abteilungen für Geräteturnen und Leichtathletik wurden gegründet.
Interessant ist sicherlich, dass die ältere Generation des Dorfes mit der Gründung des Sportvereins nichts zu tun hatte und auch nicht haben wollte. Vielmehr bekam mancher junge Mann, der sich den Sportlern angeschlossen hatte, zu Hause Ärger mit den Eltern, weil nach ihrer Auffassung der Sport die Kinder nur von der Arbeit abhielt.
Die ersten Vorstandswahlen
Zum ersten Vorsitzenden wählte die Gründungsversammlung Josef Dahlmann; Hermann König wurde zweiter Vorsitzender. Die Aufgaben des Schriftführers übertrug man Friedrich Levermann, und als Kassierer war Kaspar Grendel für die Finanzen des noch jungen Vereins zuständig. Franz Runte (2. Schriftführer), Hermann Schulte (1. Gerätewart), Ferdinand Harbecke, Hermann Levermann, Franz Pröpper, Josef Busche (Osterberg), Josef Pröpper, Josef König, Anton Runte sen., Johannes Schulte, Heinrich Runte und Albert Levermann sind ebenfalls als Gründer bekannt. Wahrscheinlich standen noch weitere Beckumer Pate, deren Namen aber leider nicht überliefert sind.
Als Sportplatz stellte der Pächter des Gutes Wocklum, Albersmeier sen., dem aufstrebenden Verein ein Gelände im „Langeloh" zur Verfügung. Ganz umsonst war dieser Freundschaftsdienst allerdings nicht zu haben. Als Gegenleistung mussten die Fußballer dem Grundstückspächter bei der Ernte helfen.
Von den drei Abteilungen machte die Leichtathletik-Gruppe schon bald von sich reden. Vor allem die Leistungen von Josef Runte im Kugelstoßen sowie von Heinrich Runte und Franz Pröpper im Laufen sollen beachtlich gewesen sein. Von Heinrich Runte, der wegen seiner hoch aufschießenden Gestalt auch „Schoßmann" genannt wurde, ist überliefert, dass er einmal zu einem Langstreckenlauf verspätet erschienen ist. Er startete dennoch und ging aus dem Wettkampf sogar noch als Sieger hervor. Lange bestanden die Abteilungen „Geräteturnen" und „Leichtathletik" jedoch nicht. In den späten 20er bzw. frühen 30er Jahren verlieren sich ihre Spuren. Übrig geblieben ist der Fußball, der ohnehin von Anfang an im Mittelpunkt des Interesses gestanden hatte.
Der erste Trainer
Nach der Gründung wurde nicht lange gewartet, bis die jungen Männer mit dem Fußball spielen begannen. Ernst Schlösser war der erste „Trainer", wenn man dieses moderne Wort für seine damalige Funktion überhaupt verwenden kann. Jedenfalls kannte Ernst Schlösser die Regeln des Fußballsports, der ja in Deutschland noch längst nicht den heutigen Stellenwert hatte.
Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts war das Spiel mit dem runden Leder von der britischen Insel aufs europäische Festland gekommen; der Deutsche Fußball-Bund (DFB) war zum Zeitpunkt der Gründung des SuS Beckum gerade 20 Jahre alt. Zwar hatte der Lehrer Josef Brüggemann, der zwischen 1907 und 1912 an der Volksschule in Sanssouci unterrichtet hatte, den Jungen schon das Fußballspiel und andere Sportarten näher gebracht und insofern wichtige „Pionierarbeit" geleistet. Der Erste Weltkrieg hatte die Erinnerung daran aber teilweise verschüttet, und Ernst Schlösser hatte nun die Aufgabe, die Beckumer wieder mit den Regeln des Fußballsports vertraut zu machen, denn deren Beherrschung war natürlich für die Teilnahme am geregelten Spielbetrieb unerlässlich. Die jungen Fußballer lernten den Umgang mit dem Ball jedoch schnell, und gleich im ersten Spiel konnten sie einen Erfolg verbuchen: Gegen Garbeck wurde mit 2:1 gewonnen. Schon bald spielte der SuS Beckum im Westdeutschen Spielverband gegen Deilinghofen, Westig, Iserlohn, Nachrodt und andere Vereine aus der Region. Das erste Meisterschaftsspiel fand gegen Iserlohn-Wermingsen statt. Zwar ist dieses Ergebnis nicht überliefert, aber Beckum belegte in der damaligen Spielklasse einen guten Mittelfeldplatz. Außerdem verfügte der Verein über eine starke Jugendmannschaft, die in 40 aufeinanderfolgenden Spielen ungeschlagen blieb. Nicht selten konnten die Nachwuchsspieler „Schützenfeste" veranstalten, wenn gegen Westenfeld oder Linnepe gespielt wurde. Dann kehrten sie mit 11:0 oder 13:0-Erfolgen vom Sportplatz zurück. 1927 schloss sich der SuS Beckum mit dieser Nachwuchself dem katholischen Sportverband „Deutsche Jugendkraft" (DJK) an und spielte im Bezirk Röhr-Hönne (Gruppe West) eine hervorragende Rolle.
Nachdem in Langenholthausen und Hövel bereits Sportvereine gegründet worden waren und sich auch in Mellen, Balve und Garbeck allmählich junge Leute zusammenfanden, um ebenfalls in Vereinen Sport zu treiben, wollten auch einige sportbegeisterte junge Männer in Beckum nicht länger zurückstehen. Sie gingen daran, für die Gründung eines Fußballvereins zu werben. Am 17. Juni, dem Pfingstmontag des Jahres 1920, hatten sich genügend Interessenten gefunden, die den Spiel- und Sportverein Beckum aus der Taufe hoben. Es waren junge Männer zumeist der Geburtsjahrgänge um 1900, die sich zur Gründungsversammlung in der Gaststätte „Oberste" getroffen hatten. Dieses Gasthaus war dann für viele Jahrzehnte auch das Vereinslokal. Aber nicht nur die Möglichkeit zum Fußballspielen sollte der neue Verein geben, auch Abteilungen für Geräteturnen und Leichtathletik wurden gegründet.
Interessant ist sicherlich, dass die ältere Generation des Dorfes mit der Gründung des Sportvereins nichts zu tun hatte und auch nicht haben wollte. Vielmehr bekam mancher junge Mann, der sich den Sportlern angeschlossen hatte, zu Hause Ärger mit den Eltern, weil nach ihrer Auffassung der Sport die Kinder nur von der Arbeit abhielt.

In einer Tabelle, die die „Hönnezeitung" am 11. Oktober 1930 veröffentlichte, war Beckum Zweiter hinter der Mannschaft aus Garbeck. Die Beckumer Mannschaft wurde in diesem Jahr als Meisterschaftsaspirant gehandelt und muss auch über eine wirklich schlagkräftige Truppe verfügt haben. So schrieb die „Hönnezeitung" am 3. Oktober 1932 nach einem Spiel zwischen den DJK-Mannschaften aus Beckum und Balve: Beckum stellte eine stabile, vorzüglich aufeinander eingespielte Mannschaft, bei der besonders der sehr schnell kombinierende Sturm, vorzüglich von Pröpper geführt, ein besonderes Lob verdient. Jedenfalls ist Beckum ein ernstzunehmender Anwärter auf den Meistertitel im Röhr-Hönne-Bezirk. Beckum hatte dieses Spiel mit 3:1 gewonnen. Auch nach dem Aufstieg in die Gauliga, die mit der heutigen Bezirksklasse vergleichbar ist, hielt Beckum gut mit, obwohl die Gegner unter anderem Böhlerheide, Velmede und Oberhagen (Hagen) jetzt wesentlich stärker waren. Mit viel Idealismus und Begeisterung frönten die Beckumer Fußballer ihrem Steckenpferd. Zu Auswärtsspielen fuhren sie meistens mit dem Fahrrad, unterwegs wurde gesungen. Manchmal, wenn der Weg nicht ganz so weit war, gingen sie auch zu Fuß.
Etwas Außergewöhnliches war es schon, wenn sie einmal mit einem Lkw der Firma Busche – der hatte schon Vollgummireifen – oder mit der 1912 eröffneten Hönnetalbahn zu einem Auswärtsspiel reisen konnte.
Natürlich gab es in dieser Zeit auch Verletzungen. Wenn es einmal wieder einen Fußballer aus Beckum erwischt hatte, ließ er sich aber meistens nicht von einem Arzt behandeln. Mehr vertraute man dem „Knochendoktor" Israel aus Hövel oder dem alten Krengeler in Garbeck, die man heute vielleicht als „Homöopathen" bezeichnen würde.
Auch Sportfeste gehörten in den frühen Jahren unseres Vereins zum Jahresablauf, doch wurden sie damals anders gestaltet als wir es gewohnt sind. Im September 1932 veranstaltete die DJK Beckum ein solches Fest mit Waldlauf und Fußballspielen, das zwar unter ungünstiger Witterung litt, aber ausgezeichnet organisiert war. Den Seniorenlauf über 5000 Meter gewann damals Heinrich Runte aus Beckum. Den 2500-Meter-Lauf der Jugendmannschaften konnte der Affelner Fritz Gödde für sich entscheiden. Als Sieger aus dem 1000-Meter-Lauf der Jugend ging der Beckumer Clemens Gödde hervor. Langscheid und Affeln trugen außerdem eine 4x100-Meter-Staffel aus, die von Affeln gewonnen wurde. In zwei Fußballspielen standen sich die DJK-Mannschaften aus Langscheid und Mellen (3:1) sowie aus Affeln und Hövel (2:1) gegenüber.
Der Spielbetrieb wird eingestellt
Mit Hitlers Machtergreifung im Jahr 1933 nahte das Ende dieser Epoche unseres Vereins. 1934 musste die DJK Beckum ihren Spielbetrieb einstellen, weil kirchliche Vereine, die überwiegend weltliche Aufgaben wahrnahmen, von den Nationalsozialisten verboten worden waren. Da die Deutsche Jugendkraft (DJK) ein katholischer Sportverein war, war sie von diesem Verbot betroffen. Deshalb wurde in Beckum aber doch weiter Fußball gespielt. Allerdings war eine gewisse Kooperation mit den „neuen Herren" erforderlich, damit der Ball weiter rollen konnte. So existierte 1938 die sogenannte „Fähnlein-Mannschaft", die aus der Hitlerjugend hervorging. Ihr gehörten Spieler aus Beckum, Volkringhausen, Eisborn und Hövel an: Albert König, Ludwig Völker, Jupp Vormweg, Jupp Rubarth, Friedhelm Rüth, Ferdi Oberste, Alfons König, Ewald Wittig, Willi Linsmann, Hubert Lenze, Jupp Stockebrand und Paul Suchy. Die Leitung hatte Hannes Pröpper. Als 1939 der Krieg ausbrach, kam das Vereinsleben aber völlig zum Erliegen. Zehn Jahre sollte der Sport in Beckum ruhen.

Es geht wieder los
Erst 1949 wurde wieder eine Mannschaft aufgebaut, die am 1. Mai 1949 in einem Freundschaftsspiel gegen Mellen zum ersten Mal antrat.
Dem Vorstand gehörten in dieser Zeit Franz Pröpper und Willi Weißmüller an, die sich auch um einen neuen Sportplatz bemühten, weil das seit der Gründung benutzte Gelände am „Langeloh" nicht mehr zur Verfügung stand. Das war aber nicht das einzige Problem, das die Fußballer zu bewältigen hatten. Aufgrund der wirtschaftlich schlechten Lage waren auch Fußbälle, Schuhe und Trikots nur schwer zu bekommen. Meistens mussten die jungen Männer Sportgeräte und Kleidung im Tausch gegen Lebensmittel erwerben.
Sportlich ging es aber schon bald aufwärts mit dem SuS Beckum.

Sportlich ging es ein Jahr nach dem Neustart schon wieder aufwärts mit dem SuS Beckum.
Ein durchaus vorzeigbarer Erfolg war schon 1950 der Turniersieg beim Pokalturnier des VfK Balve. In der Meisterschaft erlebte die erste Mannschaft in den 50er Jahren allerdings ein stetes Auf und Ab. Einmal gehörte sie zu den Spitzenmannschaften der 1. Kreisklasse, dann war sie wieder nur Mittelmaß oder kämpfte gar gegen Abstieg. Im ersten Meisterschaftsspiel – Beckum wurde in die 1. Kreisklasse eingruppiert – gab es eine derbe Niederlage. 1:5 verlor man gegen Voßwinkel. Andere Gegner in dieser Zeit waren Echthausen, Hüsten 1b, Neheim 1b, Stockum, Niedereimer, Müschede, Holzen, Allendorf, Altenhellefeld, Hachen und SW Neheim. Nicht alle von ihnen waren stärker als der SuS Beckum, der am Saisonende Fünfter geworden war.
Der Weg in die 2. Kreisklasse
Die „Zebras aus dem Hönnetal", wie die Beckumer in den 50er und 60er Jahren auch genannt wurden, waren in der folgenden Saison 1951/52 aber erheblich schwächer und entkamen nur mit knapper Not dem Abstieg. Auch in der Saison 1952/53 kämpfte die Elf, in der viele ältere Spieler standen, von Beginn an nur um den Klassenerhalt. Die Mannschaft wurde verjüngt, was gegen Ende der Spielzeit auch Früchte trug, doch der „Rettungsanker" war zu spät geworfen worden. Schließlich musste der SuS Beckum als Tabellenletzter den Weg in die 2. Kreisklasse antreten.
Der direkte Wiederaufstieg
Mit der jüngeren Mannschaft dauerte das Gastspiel in der damals niedrigsten Spielklasse aber nur ein Jahr. Schon in der Saison 1953/54 stieg Beckum wieder in die 1. Kreisklasse auf. In der folgenden Spielzeit mischte Beckum sogar in der Spitzengruppe mit.

Kurz vor der Bezirksliga
1961/62 wäre Beckum beinahe der Aufstieg in die Bezirksklasse gelungen. An der Tabellenspitze musste der SuS aber schließlich dem SV Arnsberg 09 den Vortritt lassen. Nach mäßigem Start in die Spielzeit 1962/63 wurde Beckum schließlich noch Dritter hinter Allendorf und Affeln. Ähnlich verliefen auch die Spieljahre 1963/64 und 1964/65. An die Tür zur Bezirksliga klopfte Beckum dann wieder ein Jahr später. Am 2. Januar 1966 hätte Beckum durch einen Sieg über GW Amecke Herbstmeister werden können, denn nach Minuspunkten führte die Mannschaft die Tabelle an. Ganz oben stand aber der VfK Balve, der ein Spiel mehr ausgetragen hatte. Das Spiel gegen Amecke wurde angepfiffen, und Beckum führte schon mit 3:0, als der Schiedsrichter die Partie wegen Regens abbrach. Das Wiederholungsspiel endete 4:4 – Balve war aufgrund der besseren Tordifferenz Herbstmeister geworden. Am Saisonende belegte Beckum dann den fünften Platz.
Die rote Laterne
Gegen den Abstieg kämpfte Beckum in der Saison 1966/67. Dass sie die „rote Laterne" des Tabellenletzten trugen, nahmen die Fußballer aber mit Galgenhumor: Karneval wurde ein „Laternenfest" gefeiert. Als aber dann der Klassenerhalt ernsthaft auf dem Spiel stand, gingen die Kicker auch mit dem nötigen Ernst zur Sache. Beckum musste ein Entscheidungsspiel gegen Affeln austragen, das in Balve stattfinden sollte. Affeln erhob gegen den Austragungsort Einspruch, weil die Neutralität dieses Platzes angezweifelt wurde. Auch die Tatsache, dass der Balver „Krumpaul" damals noch ein Rasenplatz war, mag ein Grund für den Einspruch Affelns gewesen sein. Jedenfalls wurde der Protest abgewiesen. Das Spiel sahen dann etwa 600 Zuschauer. Es endete 1:1 nach Verlängerung, sodass ein zweites Entscheidungsspiel notwendig wurde. Dieses Mal wurde in Sundern gespielt. In der Gluthitze der „Röhrtalkampfbahn" erwischte Beckum den besseren Tag und besiegte Affeln glatt mit 5:1.
Die Saison 1967/68 brachte für die heimischen Fußballer einige Neuerungen. Jetzt durfte auch in den Meisterschaftsspielen ein Spieler ausgewechselt werden. Außerdem gab es nun eine 3. Kreisklasse, der Beckums zweite Mannschaft zugeordnet wurde. Beckums Erste kämpfte aber weiter gegen den Abstieg aus der 1. Kreisklasse. Zunächst schien dieser Kampf erfolgreicher zu verlaufen als zuletzt, denn zur „Saisonhalbzeit" war Beckum 12. von 15 Vereinen. Schließlich erreichte die Mannschaft das „rettende Ufer" aber nur mit letzter Kraft und hatte zudem Glück, dass nur eine Mannschaft absteigen musste.
Vor der Saison 1968/69 berief der Vorstand eine Krisensitzung ein, um dem Leistungsabfall entgegenzuwirken. Der Erfolg blieb nicht aus: Der SuS wurde Sechster. Auch in der folgenden Spielzeit hatte Beckum mit dem Abstieg nichts zu tun, obwohl die Mannschaft einen schlechten Start erwischt hatte. Am Ende der Saison 1969/70 wurde der achte Platz erreicht.

Reserve als Fahrstuhlmannschaft
Für Furore sorgte in diesem Jahr die 2. Mannschaft. Sie stieg 1970 in die 2. Kreisklasse auf.
Siegfried Steiner, Alex Schäfer, Rudi Malcherczyk, Wilfried Baumeister, Erwin Levermann, Klemens Noll, Hermann Meier, Karl Hempelmann, Klemens Freiburg, Wolfgang Gloddeck, Johannes Allefeld und Bernhard Honert hatten dieses „Kunststück" vollbracht. In den Folgejahren wurde die Reserve dann zu einer echten „Fahrstuhl-Mannschaft". Im Jahr nach dem Aufstieg musste sie schon gleich wieder zurück in die 3. Kreisklasse. 1971/72 stieg sie zwar erneut in die 2. Kreisklasse auf, aber auch dieses Mal gelang ihr der Klassenerhalt nicht. Die 1. Mannschaft hielt sich in den frühen 70er Jahren im Mittelfeld der 1. Kreisklasse. 1973/74 kämpfte sie allerdings wieder von Beginn an gegen den Abstieg. Erst am letzten Spieltag konnte sie sich den Klassenerhalt sichern.
Neuaufbau 1. Mannschaft
1974 wurde dann mit einem Neuaufbau der 1. Mannschaft begonnen. Die verjüngte Mannschaft schlug sich tapfer und kam auch auf einen Platz im Mittelfeld. Als im Sommer 1975 die erste Stadtmeisterschaft in der durch die kommunale Neugliederung entstandenen Stadt Balve ausgetragen wurde, erreichte Beckum durch einen 2:1-Sieg über RW Mellen den dritten Platz. Aber schon in der nächsten Saison saß dem Team wieder das Abstiegsgespenst im Nacken. Erneut konnte der Abstieg erst im letzten Spiel abgewendet werden. Der Vorjahreserfolg bei der Stadtmeisterschaft wurde jedoch wiederholt. Wieder sicherte sich Beckum durch einen 2:1-Erfolg über Mellen den dritten Platz.
23 Jahre 1. Kreisklasse enden
In der Saison 1976/77 lief dann aber Beckums Zeit in der 1. Kreisklasse ab. Der neue Spielertrainer Schindler musste zu Beginn der Saison auf einige Stammspieler verzichten und viele junge, unerfahrene Spieler aufbieten. Im November wurden zwar einige routinierte Akteure reaktiviert, doch das Schicksal nahm unweigerlich seinen Lauf. Auch trotz guter Rückrunde konnte am Ende der Abstieg nicht mehr verhindert werden. Nach 23 Jahren musste sich der SuS Beckum unfreiwillig aus der 1. Kreisklasse verabschieden. Ein kleines Trostpflaster mag die Tatsache gewesen sein, dass Alfons Brinkschulte mit 17 Toren bester Stürmer der Balver Mannschaften in der 1. Kreisklasse geworden war. Aber auch diesen Titel musste er sich noch mit dem Balver Antonio Giomarelli teilen. Bei der Stadtmeisterschaft 1977 wurde Beckum durch eine 1:3-Niederlage gegen Balve auch nur Vierter. Für einen sportlichen Lichtblick sorgte in diesem Jahr nur die C-Jugend, die die Stadtmeisterschaft gewann.
Nicht nur die Zugehörigkeit zur 2. Kreisklasse war für den SuS Beckum in der Saison 1977/78 eine neue Erfahrung. In allen Amateurklassen wurde jetzt auch erstmals die Fünf-Minuten-Strafe erprobt, die dann später in eine Zehn-Minuten-Strafe umgewandelt wurde.
Auch wurde im Kreis Arnsberg die zweigleisige 2. Kreisklasse eingeführt, die fortan Kreisliga B hieß. In dieser Spielklasse mischte Beckum anfangs oben mit, landete am Ende aber nur im Mittelfeld.
Mit dem neuen Trainer Dietmar Lehmann lief es in der nächsten Spielzeit auch nicht besser. Beckum wurde Zehnter. Die Jugend ging den Senioren mit gutem Beispiel voran: 1980 sicherte sich die D-Jugend den Stadtmeistertitel und sorgte damit zumindest für einen sportlichen Erfolg im Jahr des 60-jährigen Vereinsbestehens.
Auch bei der 1. Mannschaft ging es nun stetig bergauf. 1979/80 wurde der vierte Platz erreicht, ein Jahr später war Beckum hinter dem Aufsteiger SV Endorf und TuS Sundern II Dritter.

Aufstieg 1. Mannschaft 1982
1981/82 lieferte sich der SuS mit der zweiten Mannschaft des FC Garbeck einen Zweikampf um die Meisterschaft. Am Ende der Saison standen beide Mannschaften punktgleich an der Tabellenspitze, sodass ein Entscheidungsspiel ausgetragen werden musste. Auf dem Balver „Krumpaul" siegte Beckum am 10. Juni 1982 vor 500 Zuschauern durch Tore von Willi Daake und Friedbert Runig mit 2:1 und stieg wieder in die Kreisliga A auf. Nur ein Spiel hatte die Mannschaft verloren, allerdings hatte sie auch zehnmal unentschieden gespielt – so oft wie keine andere Mannschaft in der Kreisliga B. Das Gastspiel in der höheren Klasse dauerte jedoch nicht lange an. Schon im nächsten Jahr musste die Mannschaft zurück in die Kreisliga B. Der SuS resignierte aber nicht, sondern verpflichtete im Juni 1983 mit Bernhard Nettelhoff aus Hüingsen einen neuen Trainer. Diese Verbindung war allerdings nicht von langer Dauer.
Aufstieg 1. Mannschaft 1985
Nachfolger wurde Bernfried Kircher aus Garbeck, mit dem der SuS den Wiederaufstieg schaffte. Im Rahmen des Sportfestes konnte im Spiel gegen SuS Westenfeld durch Tore von Matthias Schlotmann und Hubert Goeke die Meisterschaft in der Kreisliga B perfekt gemacht werden. Diesmal konnte sich die Mannschaft etwas länger in der Kreisliga A halten. 1989 stieg die Mannschaft unter Neu-Trainer Hubert Kemper (Menden) in die Kreisliga B ab.

Nachdem der SuS unter den Trainern Hubert Kemper und Klemens Berken (Garbeck) mehrere Jahre auch in der Kreisliga B nur Mittelmaß war, forcierte der Vorstand 1992 die Bemühungen um den Aufstieg, indem mit dem Mendener Andreas Hölzel ein überaus engagierter Trainer verpflichtet wurde und auch einige auswärtige Spieler auf die „Hinsel" geholt wurden. Auf Anhieb gesellte sich die Mannschaft zu den Spitzenteams in der Kreisliga B. Der ganz große Erfolg wurde allerdings nicht erreicht. Nach zwei Jahren übergab Andreas Hölzel die Mannschaft an Gerd Gajewski (Garbeck). Er versuchte seit 1994, den SuS Beckum mit überwiegend einheimischen Spielern in die Kreisliga A zu führen und konnte dabei auch früh erste Erfolge verbuchen. In der Saison 1994/95 ging Beckum als Tabellendritter in die Winterpause. Als die Meisterschaft im Frühjahr fortgesetzt wurde, fand die Mannschaft aber ihren Rhythmus nicht wieder und fiel zurück.
Auch in den Folgejahren schaffte das Gajewski-Team den Aufstieg nicht, sodass es Anfang 1998 zu einem Trainerwechsel kam. Nach dreieinhalb Jahren übernahm Hubert Kemper das Amt von Gerd Gajewski. Für Kemper war es der zweite Anlauf beim SuS Beckum, bei dem es weiterhin das Ziel war, den Sprung in die Kreisliga A zu schaffen.
75-jähriges Jubiläum
In diesem Jahrzehnt feierte der SuS Beckum 1995 sein 75-jähriges Jubiläum über sechs Tage verteilt. Neben zahlreichen Jugend- und Seniorenturnieren fand noch ein Festakt in der Schützenhalle statt. Das Highlight des 75. Geburtstags war sicherlich das Werbespiel zwischen der Traditionself des FC Schalke 04 und der AH-Sauerlandauswahl. 5:3 gewannen die Schalker Auswahl. Anschließend konnten die Kinder und Jugendlichen Autogramme der Schalker sammeln.

Aufstieg 1. Mannschaft 2003
Seit über einem Jahrzehnt spielte der SuS Beckum nun in der Kreisliga B. Im neuen Jahrtausend sollte es dann endlich klappen mit dem Aufstieg ins „Oberhaus". Drei Jahre musste man sich noch gedulden, bis endlich so weit war. In der Saison 2002/03 gelang es der 1. Mannschaft nach 14 Jahren im „Unterhaus" in die Kreisliga A aufzusteigen. Mit 73 Punkten holte das Team von Trainer Hubert Kemper sogar die Meisterschaft. Damit das auch jeder mitbekam, wurde eigens ein VW-Polo mit dem SuS-Logo und dem Schriftzug „Kreisliga B – Kreismeister 2003" foliert.
Aufstieg 2. Mannschaft
Nachdem sich die Erstvertretung in der A-Liga etabliert hat, schaffte zwei Jahre später die Reserve des SuS Beckum den Sprung in die Kreisliga B. Am letzten Spieltag der Saison gastierte die Mannschaft von Thomas Vogtmann und Assistent Ferdinand Levermann jun. auf dem Garbecker Holloh. Gegen die SG Balve/Garbeck III setzte man sich am Ende 3:2 durch und konnte den viel umjubelten Aufstieg in die B-Liga feiern. Das Jahr in der Kreisliga B war allerdings nur ein kurzes Gastspiel, nach nur einem Jahr stieg die Reserve mit lediglich acht Punkten in die Kreisliga C ab. Dort hielt man sich auch für den Rest des Jahrzehnts auf.
Eine Ära endet
Anfang 2007 endete eine Ära auf der Hinsel. In der Winterpause der Saison 2006/07 legte Aufstiegstrainer Hubert Kemper, nach neun Jahren am Stück, seine Tätigkeit beim SuS Beckum nieder. Zur Rückrunde übernahmen Christian Brinkschulte und Jan Leonhard, der von der SpVg Bönen zurückkehrte, das Zepter als Spielertrainer. Nach einem Jahr trat der „Schwede" jedoch von seinem Posten zurück, denn der Trainerjob und Hausbau ließen sich nicht mehr miteinander vereinbaren. Bis zur Winterpause 2009/10 ging es dann allein für Jan Leonhard als Übungsleiter weiter. Da die Mannschaft Ende 2009 stark abstiegsgefährdet war, reagierte der Verein auf die brenzlige Situation und verpflichtete den Mendener Petros Tsamatos als Cheftrainer. Mit ihm zusammen gelang es der Mannschaft die Klasse zu halten. Nach einem 3:0-Sieg beim TuS Langenholthausen II konnte man damals zum Ende der Spielzeit durchatmen. Die Tore zum Klassenerhalt erzielten Michael Bürger, Jan Leonhard und Pierre Mertens.

Nachdem man in der vergangenen Saison die Talfahrt knapp abwenden konnte, wollte man in der neuen Saison nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Dafür verstärkte Tsamatos seine Mannschaft mit einigen guten Fußballern aus der Region. Jedoch wurde die Mannschaft derartig vom Verletzungspech verfolgt, sodass man den sicheren Klassenerhalt erst vier Spieltage vor Schluss erreichte.
Neuland betrat die Reserve des SuS Beckum 2012. Die zweigleisige C-Liga wurde in eine Kreisliga C und D aufgeteilt. Da die „Zweite" in der Vorsaison lediglich Platz 10 erreichte, ging es fortan in der untersten Spielklasse auf Punktejagd.
Abstieg 1. Mannschaft
Im Winter der Saison 2012/13 kam es zu einem Rücktritt auf der Hinsel. Nach drei Jahren an der Seitenlinie des SuS Beckum legte der aus Griechenland stammende Übungsleiter Tsamatos sein Amt nieder. Sein Nachfolger wurde der Mendener A-Lizenz Inhaber Markus Lage. Auch er konnte den Abstieg nicht mehr abwenden. Durch eine 5:0 Niederlage beim TuS Hachen wurde der Abstieg besiegelt.
Auch das darauffolgende Jahr war nicht von Erfolg geprägt, mit lediglich vier Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz verhinderte man den Durchmarsch in die Kreisliga C. Am letzten Spieltag sicherte Pierre Mertens, mit seinem Treffer zum 1:0 Sieg über den SuS Grevenstein, den Klassenerhalt. Nachdem man nur knapp die Liga halten konnte, trennte sich der Verein von Markus Lage, der anschließend den Trainerposten beim VfL Platte Heide übernahm.
Zur neuen Saison 2014/15 verpflichtete der SuS Beckum das Trainer-Duo Thomas Cordes und Robert Hanbücken. Mit gleich elf Neuzugängen sorgten sie für ordentlich Schwung auf der Hinsel. Diesen Schwung nahm die Truppe auch mit in die Saison und übernahm bis Ende Oktober die Tabellenführung. Allerdings fiel man in der folgenden Spielzeit immer weiter ab und verlor den Anschluss an die Spitze.
Vor einer Sensation stand die „Erste" 2014 bei den Hallenstadtmeisterschaften in Balve. Das Team schaffte es bis ins Finale und traf dort auf den großen Favoriten TuS Langenholtausen. Die zweifache Führung des SuS konnte der TuS LA jeweils ausgleichen. Als alle Zeichen auf Verlängerung standen, zog Langenholtausens Torjäger Weißbach eine Sekunde vor Ende ab und traf zum 3:2 für den Gegner.
Aufstieg 1. Mannschaft
2015/16 war es dann endlich so weit, der SuS Beckum kehrte ins Arnsberger „Oberhaus" zurück. Den Grundstein für den Erfolg legte die Mannschaft bei einem Trainingslager in Willingen. Erstmalig die Chance zum Aufstieg hatte man am 28. Spieltag gegen die Reserve des SuS Langscheid/Enkhausen. Als Lars Plümer in der 90. Minute zum 2:2 traf, wägte man sich schon in der Kreisliga A, doch die Reserve vom Sorpesee traf noch in der Nachspielzeit zum 3:2. Die Enttäuschung war zunächst groß, doch der SuS behielt die Nerven und stieg eine Woche später durch einen 1:0 Sieg gegen den SV Endorf auf. Den Aufstiegstreffer erzielte Markus Fälsch in der 48. Minute. Der Jubel auf der Hinsel kannte keine Grenzen und so feierten die Aufstiegshelden bis in den nächsten Morgen im Vereinslokal König-Fabry.
Die Kreisliga A war für den SuS allerdings nur ein zweijähriges Gastspiel. Nach der ersten Saison in der A-Liga gab es eine Veränderung auf dem Trainerstuhl. Thomas Cordes beendete sein Engagement auf der Hinsel und Fabian Trawinski assistierte zukünftig an der Seite von Robert Hanbücken. Doch auch das neue Trainerteam konnte den Abstieg in die B-Kreisliga nicht verhindern.
Spielgemeinschaft Beckum/Hövel
Ab dem Jahr 2018 brach ein neues Zeitalter für den SuS Beckum an. Aufgrund des demografischen Wandels bildete der SuS Beckum fortan eine Spielgemeinschaft mit dem FC Sauerlandia Hövel. Seitdem spielt die SG mit der 1. und 2. Mannschaft in der Kreisliga B und C um Punkte. In der ersten Saison verpasste die 1. Mannschaft den Aufstieg in die Kreisliga A nur knapp. Auch bei den Hallenstadtmeisterschaften in Sundern blieb der große Wurf mit Platz 2 verwehrt. Die folgenden Spielzeiten waren ebenso nicht von Erfolg geprägt, allerdings hatte das nichts mit dem Sportlichen zu tun. Durch die Corona-Pandemie wurde die Saison 2019/20 im April 2020 abgebrochen. In dieser Spielzeit zeichnete sich zunächst Jan Leonhard und anschließend Christian Brinkschulte (Interimsweise) für die 1. Mannschaft verantwortlich.
Nach langer Zwangspause ging der SuS Beckum im Jubiläumsjahr unter der Leitung des Arnsbergers Thomas von der Höh in die neue Saison. Allerdings wurde der Spielbetrieb bereits nach sieben Spieltagen aufgrund der Corona-Pandemie wieder eingestellt. Zu der Zeit befand sich die 1. Mannschaft, mit einem Spiel weniger als der Tabellenführer, auf dem 2. Tabellenplatz. Die Reserve belegte zur Zeit des Abbruchs Platz 8.
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